AKs und Fachgesellschaften

Freitag, 10.11.2017
AKOPOM (Spektrum 1)
Interdisziplinäre Arbeitskreis Oralpathologie und Oralmedizin (AKOPOM)
11:30-13:00
Programm der AKOPOM
AK Wehrmedizin (Analog 1+2)
Arbeitskreis Wehrmedizin
13:00-13:10
13:10-13:55
Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas
Traumachirurgie unter dem Blickwinkel der späteren Versorgung: Schonendes und vorausschauendes Hart- und Weichgewebsmanagement
13:55-14:30
In diesem Jahr beging der zahnärztliche Dienst der Bundeswehr seinen 60. Geburtstag. Dieser Jahrestag wird zum Anlass genommen, im Vortrag die Herausforderungen der zahnmedizinischen Versorgung in der Bundeswehr während der vergangenen Jahrzehnte darzustellen.
Dabei wird der Bogen von den großen Personalproblemen des zahnärztlichen Dienstes über Konzeptionen während des Kalten Krieges bis hin zum organisatorischen und fachlichen Wandel auf dem Weg zu einer Einsatzarmee nach Erlangung der vollständigen staatlichen Souveränität der Bundesrepublik Deutschland gespannt.
14:30-14:45
Dr. Wolfgang Barth
Sanitätsdienst/ KZBV/ Ärztekammer: Die Jahre von 2005 - 2016
14:45-15:00
Pause
15:00-15:15
Dr. Grammig
Falldokumentation mit Diskussion: Ausgedehnte externe Resorption an Zahn 23
15:15-15:30
OFA Dr. K. Kladny
Interdisziplinäre Behandlung von Soldaten am Beispiel der obstruktiven Schlafapnoe
15:30-16:00
Dr. Michael Lüpke
Die implantatprothetische Versorgung von Patienten mit parodontaler Vorerkrankung in der Langzeitbetrachtung
16:00-16:15
OFA Dr. Christoph Kühlhorn
Effektorzelltypisierung auf Mercaptane und Thioether: Eine besondere gutachterliche Falldarstellung
16:15-16:55
OÄ Dr. Gabriele Diedrichs
Das Wesen der Präparation: Analoges Vorgehen für digital gefertigte Restaurationen
16:55-17:00
Prof. Dr. Peter Reinhard Pospiech
Zusammenfassung und Schlussbetrachtungen
DGL (Spektrum 2)
Deutsche Gesellschaft für Laser-Zahheilkunde (DGL)
09:00-09:45
Prof. Dr. Dr. Siegfried Jänicke
Einsatz des Lasers aus Sicht eines Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen
09:45-10:30
Prof. Dr. Norbert Gutknecht
Der Laser - die Alternative bei endodontischen Problemfällen
10:30-11:00
Pause
11:00-11:45
Dioden-Lasersysteme finden in der Zahnmedizin sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie Anwendung. In Abhängigkeit von der verwendeten Wellenlänge und den Energieeinstellungen werden vor allem photochemische und gewebeabtragende/photothermische Eigenschaften genutzt. Über die Messung von Fluoreszenzerscheinungen können kariöse Läsionen und Konkremente von gesunder Zahnhartsubstanz unterschieden und quantifiziert werden. Die antimikrobielle photodynamische Therapie (aPDT) dient der nicht-thermischen Abtötung pathogener Bakterien. Dabei können laserbasierte Verfahren als adjuvante antimikrobielle Therapieansätze für präventive und therapeutische Behandlungsschemata eingesetzt werden, wobei die Entwicklung bakterieller Resistenzen bei der Anwendung solcher Verfahren zum augenblicklichen Zeitpunkt als unwahrscheinlich angesehen wird. Die Low-Level-Lasertherapie (LLLT) als weitere Möglichkeit der Anwendung von Diodenlasern beruht auf der Erhöhung der Mikrozirkulation und der Steigerung der Mitoserate zur verbesserten Geweberegeneration. Höhere Energieparameter ermöglichen auch die Inzision und Exzision von Weichgeweben durch Ablation im Rahmen chirurgischer Eingriffe. Somit können Dioden-Lasersysteme in einer Vielzahl zahnärztlicher Therapiemaßnahmen eingesetzt werden und konventionelle Verfahren ergänzen oder auch ersetzen.
11:45-12:15
Dr. Stefan Grümer M.Sc.
Laserunterstützte Implantologie
12:15-13:00
Dr. Gabriele Schindler-Hultzsch M.Sc.
Laserunterstützte Kinderzahnheilkunde von konservierender Zahnheilkunde bis zur Chirurgie
13:00-13:30
Pause
DGZ Teil 1 (Spektrum 2)
Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. (DGZ)
13:30-14:00
Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Überkappung ist die Entzündungsfreiheit des Pulpagewebes, die mittels Sensibilitätstest und Röntgendiagnostik überprüft werden sollte. Weitere Voraussetzungen sind eine suffiziente Blutstillung (im Falle einer Pulpafreilegung), Schutz vor Mikroorganismen (Arbeiten unter Kofferdam) und eine bakteriendichte definitive Deckfüllung (Komposite) in der gleichen Sitzung. Bei Zähnen, die bereits vor Behandlungsbeginn Beschwerden aufweisen, sind Pulpa-vitalerhaltende Maßnahmen nicht indiziert. Überkappungsmittel der Wahl ist heutzutage zwar immer noch häufig Kalziumhydroxid, doch scheinen Kalziumsilikatzemente wie MTA oder Biodentine höhere Erfolgsraten zu zeigen. Dentinadhäsive und Komposite haben sich dagegen für die Pulpaüberkappung nicht bewährt. Die Überkappung der Pulpa ist eine adäquate Therapiemaßnahme, die mit nachweisbarem Langzeiterfolg zur Vitalerhaltung nicht nur jugendlicher Zähne beiträgt.
14:00-14:30
Prof. Dr. Petra Hahn
Amalgam - eine aktuelle Standortbestimmung
14:30-15:00
Dr. Andreas Bartols M.A.
Versorgungsforschung in der Endodontie
AK Ethik (Spektrum 2)
Arbeitskreis Ethik in der DGZMK (AK Ethik)
17:30-19:00
Mitgliederversammlung des AK Ethik
AGAZ (Conclusio 1+2)
Arbeitsplatz Zahnarzt: Gut arbeiten - Workflow und Workflowmanagement
Arbeitsgemeinschaft für Arbeitswissenschaft und Zahnheilkunde (AGAZ)
09:00-09:05
09:05-09:20
Unter dem Begriff "Zahnärztliche Ergonomie" scheint ausschließlich die Einnahme und kon-sequente Beibehaltung einer korrekten Arbeitshaltung am zahnärztlichen Behandlungsplatz zur Vermeidung von muskuloskelettalen Beschwerden verstanden zu werden. Jeder weiß al-lerdings wie schwierig dies unter den gegebenen Umständen der Geräteausstattung, insbes. im Zusammenspiel mit der Stuhlassistenz und Berücksichtigung der Patienten ist. Ein tägli-ches schlechtes Gewissen ist oft die Folge - Schmerzen gehören halt dazu! Diese Sicht ist allerdings zu eng und muss erweitert werden.
Zahnärztliche Ergonomie betrifft alle Aspekte einer effektiven und effizienten Patientenbe-handlung ohne dass dadurch das Zahnarztteam und seine Patienten einen gesundheitlichen Schaden erleiden. Nach Hokwerda (2014) sind drei Domäne zu verzeichnen, die sich ge-genseitig beeinflussen aber gleichzeitig Grundstein für eine ausgewogene Work-Life-Balance, für eine gesunde, motivierende und somit erfolgreiche Berufsausübung sind.
1. Die Physische Ergonomie betrifft die physischen und visuellen Aspekte aller Arbeitsvor-gänge (Workflows) und inhärenter Gesundheitsprobleme, wie Arbeitshaltung, Instrumen-tenhandling, Bewegungsabläufe, Sehqualität und Sehlinien, optische Hilfsmittel, Arbeits-platzlayout und eine sichere und gesunde Arbeitsweise.
2. Die Kognitive oder Mentale Ergonomie beschäftigt sich mit mentalen Prozessen, wie In-formationsverarbeitung, Perzeption, Gedächtnis, Begründung von Behandlungsschritten, Ansteuern von psychomotorischen Handlungen und Umgang mit einer akzeptablen Ar-beitsbelastung.
3. Die Sozial-organisatorische Ergonomie ist die Domäne der gesunden Arbeitsweise durch Organisation und Zusammenarbeit (Workflowmanagen'ment). Ziel der Praxisorganisation ist es, eine gute medizinische Dienstleistung zu erbringen, die Sicherstellung einer ausrei-chenden Produktivität und die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens des Praxisteams. Dazu gehören u.a. Management, Organisation, Kommunikation und Bera-tung, Managementinformationssysteme und Personalführung.
09:20-09:50
Drs. Rolf de Ruijter
Workflow Update 2017 (EN)
09:50-10:20
Als Qualitätskriterium für die ergonomische Gestaltung von Software dient die Gebrauchs-tauglichkeit. Diese ist definiert als das Ausmaß, in dem ein System, ein Produkt oder eine Dienstleistung durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen. Trotz jahrzehntelanger Forschung im Bereich der Software-Ergonomie gibt es aber immer noch viele Programme, die Defizite im Bereich der Gebrauchstauglichkeit aufweisen. Zusätzliche Probleme treten auf, wenn an einem Arbeitsplatz Daten aus unterschiedlichen Quellen mit unterschiedlicher Software und unterschiedlicher Hardware verarbeitet werden. Selbst wenn jeder einzelne Prozess eine gute Gebrauchstauglichkeit aufweist, können Probleme auftreten durch unterschiedliche Darstellung von Daten, durch unnötige Arbeitsschritte wie das Ablesen von Daten an einem System mit anschließender Eingabe in ein anderes, durch unter-schiedliche Terminologien in verschiedenen Programmen und dergleichen. Da Software-Gestaltung auch Arbeitsgestaltung ist, sollte der gesamte Arbeitsablauf analysiert werden, bevor Software entwickelt oder ausgewählt wird, die ihn unterstützen soll. Der Ansatz der menschzentrierten Entwicklung bezieht Fachleute des Anwendungsgebiets, der Arbeitswis-senschaft, des Designs, der Software-Entwicklung und insbesondere die Benutzerinnen und Benutzer in diesen Prozess ein. Gebrauchstauglichkeit kann in der Regel ohne Benutzerbe-teiligung nicht erreicht werden.
10:20-10:30
Pause
10:30-11:10
Die digitale Erfassung und Verarbeitung von Informationen beherrscht bereits seit Jahren den Alltag einer Zahnarztpraxis. Der Begriff "digitaler dentaler workflow" wurde deshalb bereits schon vor Jahren geprägt und ist heute in der Dentalbranche in aller Munde. Ich habe für meine Praxis eine eigene Systematik entwickelt, die die gesamte Arbeit in meiner Zahn-arztpraxis als dynamischen prozessorientierenden Workflow begreift. Der Workflow in einer Praxis - besonders in einer Praxis mit mehreren Behandlern mit unterschiedlichen Kompe-tenzen - ist zu planen, zu organisieren, zu optimieren und vor allen Dingen arbeitswissen-schaftlich zu betrachten. So schreibt es auch in weiten Bereichen der Gesetzgeber vor. Ich werde nach einem kurzen Überblick nur die Themen Praxisorganisation, Praxisarchitektur mit Arbeitsplatzgestaltung, Patientenmanagement und Teamarbeit näher erörtern.
11:10-11:30
In diesem Praxisvortrag werden die Möglichkeiten eines Open Source Workflow Management Systems demonstriert. Am Beispiel eines Beschaffungsprozesses wird gezeigt, wie Arbeitsabläufe innerhalb eines Teams koordiniert und verteilt werden können. Der Vortrag zeigt, wie die innerbetriebliche Organisation mit Hilfe der Workflow Lösung Imixs-Office-Worklfow optimiert und beschleunigt werden kann.
11:30-12:00
Studien zeigen, dass etwa 70 % unserer Kolleginnen und Kollegen über Schmerzen im Be-reich der Rückenmuskulatur und der Wirbelsäule klagen. Irgendwann gehören Schmerzen zum Praxisalltag und rauben uns die Freude an unserem schönen Beruf. Wir bemühen uns immer höhere Präzision und Perfektion und vergessen unsere Gesundheit. Wir trainieren Implantation und Endodontie mit Leidenschaft, "verbiegen uns für unsere Patienten" und vergessen, unsere Arbeitshaltung zu trainieren. Zur Perfektion unseres Golfschlags bezahlen wir teure Trainer, über die Verbesserung unserer Arbeitshaltung und-systematik denken wir selten nach. Nach längerer Berufszeit rächt sich dieses bitter.
Der zunehmende Kostendruck, aber auch der sich abzeichnete Mangel an Fachassistentin-nen erfordert immer mehr anstatt mit 4-händiger Arbeitstechnikmit mit 2-händiger Arbeits-technik, also ohne Assistenz zu arbeiten.
Bei 4-händiger Arbeitstechnik ist es notwendig, dass konzentriertes Arbeiten ohne wegzuse-hen möglich ist. Die Assistenz sollte Instrumente und Materialien erreichen, ohne ihre Ar-beitsposition zu verlassen. Bei zweihändiger Arbeitstechnik ist dies eine conditio sine qua non.
Ziel dieses CD-ROM ist, ein Trainingsprogramm vorzustellen, welches ihnen ermöglicht zu-sammen mit ihren Assistentinnen eine Arbeitssystematik einzuüben, die hilft ihre Körperhal-tung zu verbessern, die Patientenlagerung zu optimieren und ihre Effizienz zu steigen.
12:00-12:30
Dr. Bridget Hennessy DMD
Der dynamische Workflow von A-dec
12:30-13:30
Pause
13:30-14:00
Inzwischen röntgen mehr als 50% der zahnärztlichen Praxen in Deutschland digital. Im Ver-gleich zur analogen Röntgentechnik bringt das digitale Röntgen viele Vorteile mit sich. Der Vortrag beleuchtet die Licht und Schattenseiten des Arbeitsablaufs beim digitalen Röntgen. Es wird gezeigt, auf welche Weise Hard- und Software von Röntgengeräten den Zahnarzt/die Zahnärztin und das Praxisteam bei der Anfertigung von Röntgenaufnahmen, der Befundung, der Bildweitergabe an KollegInnen und der Zusammenstellung von Unterlagen für die Prüfung durch zahnärztliche Stellen unterstützen können, manchmal aber auch Stress verursachen. Positive Beispiele aber auch Schwachstellen und Probleme im Workflow werden dargestellt und Hinweise für mögliche Lösungen gegeben. In den Vortag fließen Erfahrungen aus dem digitalen Röntgenbildaustausch mit vielen Praxen und aus der zahnärztlichen Stelle ein.
14:00-14:30
Die dreidimensionale Bildgebung hat mit all ihren Facetten in den letzten Jahren hinsichtlich der Planung und Durchführung implantologischer und chirurgischer Maßnahmen enorm an Bedeutung gewonnen.
Anatomische Strukturen, die in der zweidimensionalen Darstellung nur erahnt werden konn-ten, sind viel aussagkräftiger darstellbar, Behandlungsergebnisse werden vorhersagbarer, die individuelle Planung implantologischer Eingriffe (incl. der auf 3d Datensätzen beruhenden Bohrschablonen) eröffnet eine Vielzahl an therapeutischen Optionen.
Die adäquate Befundung der 3d Datensätze steht jedoch am Anfang jeder Behandlungs-maßnahme und ist die Basis jedes therapeutischen Konzeptes, sprich, der Kette Diagnostik, Planung und Durchführung.
Dieser Vortrag stellt aber nicht nur diesen "Workflow" zur Diskussion, sondern erörtert auch Fragestellungen, die sich aus forensischer Hinsicht ergeben und wird einen Ausblick auf zu-künftige Optionen und Techniken vorstellen.
14:30-14:40
Pause
14:40-15:15
Die digitale Welt ist in rasantem Wandel begriffen, und beeinflusst dabei auch die Zahnmedizin. Der digitale Alltag verändert nicht nur die dentale Behandlung sondern auch die Erwartungshaltung von Behandler und Patienten. Dieser Vortrag beschreibt den volldigitalen Workflow in der dentalen Implantologie. Beginnend mit der digitalen 3-dimensionalen Diagnostik, über die Vorhersagbarkeit des Endergebnis mittels Planungssoftware (Co-Diagnostix) und die digitale Umsetzung mittels Rapid prototyping Verfahren und gedruckten Navigationsschablonen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Vorhersagbarkeit, Genauigkeit und Simplifizierung des gesamten digitalen Workflows gelegt. Gemeinsam werden die Fehlerquellen bei der DVT Aufnahme, intraoralen Scanverfahren, Planungsverfahren und Anwendungsfehler bei der Schablonen-geführten Implantation herausgearbeitet- und Lösungswege zur Vermeidung geboten.
Explizites Ziel dieses Vortrages ist die Umsetzung und Etablierung des digitalen Workflows in der eigenen Praxis. So einfach wie möglich- so genau wie möglich.
15:15-15:40
Dr. Paul Engels, Top de Kroon
Workflow digitale Implantologie: Diagnostik-Planung-Navigation und Workflowmanagement (Linking Pins)
15:40-16:20
Mattias Torell
How digital dentistry can help simplify the digital workflow (EN)
16:20-16:30
Prof. Dr. drs. drs. Jerome Rotgans
Der "Preflight-Workflow"
TAK RegMed und AfG (Spektrum 1)
Transdisziplinärer Arbeitskreis Regenerative Medizin (TAK RegMed)
13:00-13:40
Prof. Dr. Kerstin Galler Ph.D.
Regeneration, Reparatur und Tissue Engineering der Zahnpulpa
13:40-14:10
Matthias Widbiller, Prof. Dr. Kerstin Galler Ph.D.
Vortrag der Preisträger der Jahrestagung der AfG 2017: 1. Preis: Die Rolle von Dentinmatrixproteinen in der regenerativen Endodontie
14:10-14:50
PD Dr. Susanne Proksch
Interaktionen von Stammzellen und ihrer extrazellulären Umgebung in der oralen Gewebsregeneration
14:50-15:10
Pause
15:10-15:50
PD Dr. Christinane Kunert-Keil
Socket Augmentation und Kieferorthopädie
15:50-16:30
PD Dr. Dr. Bernd Lethaus
Tissue-Engineering in der rekonstruktiven Kopf-Hals-Chirurgie Präformation autogener Stammzell- und Scaffoldkonstrukte
16:30-17:00
Dr. Anna Damanaki
Vortrag der Preisträgerin der Jahrestagung der AfG 2017: Preis 2: Einfluss von Adipositas und Alter auf den krestalen Alveolarknochen - In-vivo-Studie
DGZMK HV (Agenda)
17:30-19:00
Hauptversammlung DGZMK
Samstag, 11.11.2017
AK Ethik (Conclusio 1)
Arbeitskreis Ethik in der DGZMK (AK Ethik)
09:00-09:10
Verleihung des Dental Ethics Awards 2017 mit Kurzvortrag der/des Preisträgerin/Preisträgers
09:10-09:45
Die zahnärztliche Implantologie hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten eine besonders starke Aufwärtsentwicklung genommen. Sie bietet vielen Patienten neue, verbesserte Chancen auf eine festsitzende (implantatgestützte) Versorgung und vielen Zahnärzten ein fachlich wie wirtschaftlich attraktives Tätigkeitsfeld. Umso wichtiger erscheint es, nach den normativen Rahmenbedingungen einer implantologischen Versorgung zu fragen. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Vortrag mit den ethisch relevanten Aspekten der zahnärztlichen Implantologie. Zudem benennt und diskutiert er konkrete klinisch-ethische Orientierungshilfen für den implantologisch tätigen Zahnarzt.
09:45-10:30
In der täglichen Praxis sind wir in unserer Therapiewahl durch viele Aspekte eingeschränkt. Die Kostenerstatter fordern als oberstes Gebot die Wirtschaftlichkeit ein (und dabei ist nicht die der Praxisführung gemeint). Richtlinien schreiben vor, wann Behandlungen zu Lasten der Kostenerstatter durchgeführt werden können und welche Voraussetzungen dafür zu erfüllen sind. Der Gesetzgeber erteilt dem Patienten weitgehendes Mitspracherecht in der Therapiewahl und befreit ihn gleichzeitig als medizinischen Laien - zulasten des behandelnden Arztes - von der Verantwortung für die gewählte Therapie. Was für unsere Patienten eine Erleichterung und eine Stärkung der eigenen Rechte bedeutet, verursacht bei uns Ärzten häufig Unsicherheiten - zumal sich die verschiedenen Bereiche Ethik, Richtlinien und Recht nicht selten in ihren Anforderungen widersprechen.
Dieser Vortrag zeigt kritische Situationen aus der täglichen Praxis und bietet - wo möglich - Empfehlungen, um diese zu lösen.
10:30-11:00
Pause
11:00-11:45
Am 4. Juni 2015 wurden der sogenannte Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin (NKLM) und der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Zahnmedizin (NKLZ) nach jahrelangen inhaltlichen Vorarbeiten, Abstimmungen und Konsensus-Verfahren durch den Medizinischen Fakultätentag als Grundlage für die universitäre Ausbildung verabschiedet. Der NKLZ bildet mit der "Beschreibung der zahnärztlichen Kompetenzen" ein "Kerncurriculum" für das Zahnmedizinstudium und den zahnärztlichen Beruf. In Kapitel 18 "Geschichte, Ethik, Recht und Berufskunde" sind - eingebettet in die historischen, rechtlichen und berufskundlichen Zusammenhänge - auch die für die zahnärztliche Berufsausübung notwendigen ethischen Kenntnisse und Fertigkeiten abgebildet und mit entsprechenden Kompetenzlevels hinterlegt.
Im Vortrag werden die Genese des NKLZ und vor allem des Arbeitsfeldes/Kapitels 18 aufgezeigt und insbesondere die zahnmedizinethischen Inhalte vorgestellt.
11:45-12:30
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Umsetzung des prinzipienethischen Reflexionsbedarfs, wie er in der zahnärztlichen Berufspraxis entstehen kann. Das Verfahren sollte es ermöglichen, die Aspekte der Prinzipienethik in der Berufspraxis hinterfragen zu können. Das Lernen aus negativen Behandlungsverläufen verweist geradezu auf die ethische Verpflichtung der Profession sowie ihrer Angehörigen. Quantitative Forschungsverfahren sind in der Zahnmedizin zwar weit verbreitet, aber aufgrund ihres primär Hypothesen überprüfenden Ansatzes ungeeignet, individuelle Fallstrukturen aufzudecken. Hierzu bedarf es einer qualitativen Forschungsmethode, die einen Hypothesen generierenden Verlauf ermöglicht, indem der Fallverlauf frei von Vorannahmen aufgearbeitet werden kann. In der qualitativen Forschung gibt es eine Tradition der Erforschung kritischer Ereignisse durch Interviews. Vorliegend wurde in einer Studie zu dilemmatischen Misserfolgen im (Zahn-)Arzt-Patienten-Verhältnis eine offene Interviewtechnik verwendet, die das klassische dialogische Interview zwischen zwei Partnern um eine dritte Person erweitert. In diesem Triadengespräch ist eine Person thematischer Experte, eine weitere Person ist Novize und eine dritte Person ist Laie in Bezug auf das Thema. In diesen Gesprächen wurden 21 Misserfolge aus der Praxis reflektiert und rekonstruiert. Es wird aufgezeigt, ob und wie mit der Methode ein verändertes Verständnis des zahnärztlichen Misserfolgs ermöglicht wurde. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Triadengespräch als Möglichkeit des expansiven Lernens eine exponierte Stellung erlangen kann. Das daraus resultierende Erfahrungskapital zahnmedizinischer Praktiker hat sodann Einfluss auf das Professionswissen und lässt gleichzeitig eine offene Kultur zum Lernen aus Misserfolgen entstehen.
12:30-13:30
Pause
IAZA & DGAZ (Conclusio 1)
Interdisziplinärer Arbeitskreis für Zahnärztliche Anästhesie (IAZA), Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ)
13:30-14:00
Dr. Julia Kunze, Dr. Dirk Bleiel, Hansmartin Spatzier, Prof. Dr. Ina Nitschke
Zahnextraktion - ja oder nein? Wie würden Sie entscheiden?
14:00-14:30
Prof. Dr. Dr. Monika Daubländer
Chirurgische Optionen
15:00-15:30
15:30-16:00
Mitgliederversammlung
AK Geschichte (Conclusio 2)
Arbeitskreis Geschichte der Zahnheilkunde (AKGZ)
09:00-09:15
Dr. Wibke Merten
Die Geschichte des Arbeitskreises, Vergangenheit und Zukunft
09:15-10:00
Dr. Matthis Krischel
Der Archivbestand der ehemaligen Forschungsstelle für die Geschichte der ZHK
10:00-10:45
Sabin-Kristin Kornell
Zahnstein eine Zeitkapsel in die Vergangenheit
10:45-11:30
Seit Herbst 2016 läuft in Aachen und Düsseldorf das von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung geförderte Forschungsprojekt zur Aufarbeitung der Rolle der Zahnärzteschaft im Nationalsozialismus. Während sich das Team um Dr. Matthis Krischel von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, mit dem Thema Zahnärzte als Opfer des NS-Regimes beschäftigt, gehört das Thema Zahnärzte als NS-Täter zum Forschungsfeld des Teams um Prof. Dr. Dr. Dr. Dominik Groß von der Universitätsklinik RWTH Aachen, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin. Hierzu wurde ein erster Schwerpunkt auf Zahnärzte als Täter in der SS gelegt.
Die SS, die Schutzstaffel der NSDAP, war der radikalste Exponent der nationalsozialistischen Ideologie und Herrschaftspraxis, sie steht wie kaum eine andere NS-Organisation als Synonym für Vernichtungskrieg und Holocaust. Der Vortrag stellte Ergebnisse zu den Zahnärzten vor, die als SS-Mitglieder zu identifizieren sind. Als Angehörige der Waffen-SS taten Zahnärzte in Konzentrationslagern und Himmlers militärischen Verbänden Dienst. Über einen kollektivbiografischen Ansatz konnten empirisch belastbare Zahlen ermittelt werden, anhand von Einzelbeispielen werden individuelle Handlungsspielräume sichtbar. Nach 1945 verliefen die Lebenswege zwischen Strafverfolgung und nahezu bruchloser gesellschaftlicher Integration bisweilen höchst unterschiedlich.
11:30-12:15
Dr. Gisela Tascher
Die Gründung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Deutschlands als Körperschaft des öffentlichen Rechts am 27.7.1933
12:30-13:30
Pause
AK Ethno (Conclusio 2)
Arbeitskreis Ethno- und Paläozahnmedizin der DGZMK (AKEPZ)
13:30-14:00
Aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gelten Zähne und Kiefer als die wichtigsten bioarchäologischen Quellen über das Leben unserer Vorfahren. Das gilt insbesondere für die frühe Menschheitsgeschichte, wo oftmals lediglich sogenannte Dental spezies überliefert sind. Besser wird es für die jüngeren Phasen unserer Geschichte nach dem Ende der letzten Eiszeit, nachdem der Mensch sesshaft geworden war und seine Toten kollektiv zu bestatten begann. Auf der Basis größerer Stichproben lassen sich seither zahlreiche Informationen über das Leben und Sterben in der Vergangenheit gewinnen. Mittels morphologischer, molekulargenetischer und biogeochemischer Methoden werden Informationen über die demographische und genetische Zusammensetzung von Bevölkerungen, über Gesundheit und Krankheit, Ernährung und Mobilität gewonnen. Anhand einiger Beispiele werden die Aussagemöglichkeiten skizziert.
14:00-14:30
Unter zahnmedizinischen Gesichtspunkten lassen sich Pulpasteine bzw. Dentikel nach verschiedenen Ansätzen klassifizieren. Klinisch werden sie nach ihrer Lage zum umgebenden Dentin eingeordnet. Weitere Klassifikationen unterscheiden nach der Genese und nach histologischen Kriterien. Im Rahmen einer experimentellen Studie wurden Dentikel an Skelettfunden im archäologischen Kontext untersucht. Untersuchungen zur Prävalenz der Dentikel variieren sehr stark. Dies lässt sich zum einen methodisch erklären, zum anderen können populationsspezifische Unterschiede eine Rolle spielen. Darüber hinaus werden metabolische Erkrankungen und verschiedene Traumata sowie Ernährungseinflüsse als ätiologische Faktoren diskutiert. Damit stellen Dentikel äußerst interessante Hartgewebsstrukturen für paläopathologische Fragestellungen dar. Bioarchäologische Studien an archäologischen Skelettresten können im Zusammenhang mit osteologischen Krankheitsbefunden und Ernährungsdaten grundlegende Erkenntnisse über Dentikel liefern. Hierzu werden die Ergebnisse einer dentalanthropologischen Studie vorgestellt.
14:30-15:00
Eine interdisziplinäre Betrachtung am folgenden Beispielen: 1. von Germektomien bzw. Milcheckzahnetraktionen bei Kleinstkindern und Säuglingen(Infant Oral Mutilation)durch afrikanische Heiler, 2. von Schamanismus und Schwarzer Magie in Neuguinea und 3. von Froschgift- Injektionen u. anderen unbekannten Therapiemaßnahmen bei isolierten Amazonasindianern.
15:00-15:30
Pause
AK EPHV (Conclusio 2) , Prof. Dr. A. Rainer Jordan MSc
Arbeitskreis für Epidemiologie, Public Health und Versorgungsforschung (AK EPH)
15:30-15:45
Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie beschreibt aktuell eine Reduktion der Parodontitisprävalenz. Dennoch leidet die Mehrzahl der Erwachsenen noch immer unter einer moderaten oder schweren Form. Dies führt auch zu der Frage nach der Wirksamkeit der Parodontitistherapie. Ergebnisse zu Outcomes in der Versorgungsrealität waren bisher nicht verfügbar. Der Schwerpunkt des BARMER Zahnreportes 2017 analysierte daher erstmals systematisch die vertragszahnärztliche Parodontitistherapie auf der Basis von Routinedaten.
Im Detail wurden Inanspruchnahmen verschiedener Leistungen, Zahnverluste im Umfeld der Parodontitistherapie, Zahnverluste nach Parodontitistherapie und potenzielle Zusammenhänge untersucht. Die Analysen beziehen sich dabei auf mehr als 500.000 abgerechnete Parodontitistherapien. Die Analysezeiträume schwanken zwischen vier und zehn Jahren.
Im Kontext der aktuellen Erkrankungsprävalenz zeigen sich Diskrepanzen zwischen der Inanspruchnahme von Screeninguntersuchungen und Therapieleistungen. Im Umfeld der Parodontitistherapie häufen sich Zahnverluste. Nach Parodontitistherapie sinkt die Extraktionsinzidenz nicht wieder auf ihr ursprüngliches Niveau. Innerhalb von vier Jahren nach Therapie kommt es in 36 % der Fälle zu erneutem Zahnverlust. Dabei scheint die Inanspruchnahme regelmäßiger Kontrolluntersuchungen protektiv zu wirken.
Auch wenn die Interpretation der Ergebnisse aus der Versorgung keine einfachen Schlüsse erlaubt, ist ein Optimierungspotenzial der vertragszahnärztlichen Parodontitistherapie erkennbar.
15:45-16:00
Hintergrund:
Die geschlossene mechanische Therapie gilt als Standardverfahren bei der Behandlung von Parodontitis, einer Erkrankung mit hoher Prävalenz in Deutschland. Heutzutage steht eine ganze Reihe weiterer therapeutischer Verfahren zur Verfügung, wie Laser, Photodynamische Therapie und medikamentöse Behandlungen. Sie können das Standardverfahren ergänzen oder ersetzen. In zahlreichen Studien wurden diese anderen Verfahren untersucht und mit dem Standardverfahren verglichen. Sehr viele Studien davon sind randomisierte vergleichende Interventionsstudien (randomized controlled trials - RCTs), bei denen zwei oder mehr Interventionen zeitlich parallel miteinander verglichen werden, unter zufälliger Zuteilung der Patienten zu den Interventionen. Bei Design und Durchführung der zahnmedizinischen RCTs treten aber häufig methodische Mängel in Erscheinung.
Ziel dieses Vortrages ist, die methodischen Vorteile von RCTs allgemein und die Anforderungen an zahnmedizinische RCTs sowie problematische Aspekte beim Studiendesign zu erklären und Lösungswege darzulegen.
Methoden:
Anhand von Beispielen wird dargestellt, welche Vorteile RCTs besitzen und welche Probleme bei der Durchführung und Bewertung von RCTs in der zahnmedizinischen Forschung zu beobachten sind. Dies sind unter anderem die fehlende Verblindung oder die ungenügende Beschreibung der Interventionen und der Auswertungen, bei der unklar bleibt, ob adäquate (statistische) Methoden zur Anwendung kamen.
Ergebnis:
Es existiert eine große Zahl von RCTs zur Parodontologie, aber ein hoher Prozentsatz von ihnen weist erhebliche Mängel auf, obwohl diese in der Regel vermeidbar wären. Diese Mängel bewirken eine potenzielle systematische Verzerrung der Ergebnisse und führen damit bei vielen Studien zu einer hohen Ergebnisunsicherheit.
Schlussfolgerung:
Bei Durchführung zahnmedizinischer Studien müssen die methodischen Besonderheiten berücksichtigt werden, um eine hohe Aussagekraft und Sicherheit bezüglich der Ergebnisse zu gewährleisten.
16:00-16:15
Anlässlich des Vorberichts des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist die Frage aktueller denn je, wie evidenzbasiert Therapieentscheidungen in der Praxis gefällt werden. In dem Vortrag werden verschiedene Herangehensweisen vorgestellt und eine für den Praxisalltag praktikable Lösung entwickelt.
16:15-16:30
Evidenzbasierte Medizin verbindet die bestverfügbare externe Evidenz mit der individuellen Expertise des Klinikers. Aus diesem Spagat erwächst auch das Spannungsfeld zwischen klassischer Wirksamkeits- und Versorgungsforschung. Der Vortrag wird dieses Spannungsfeld ausleuchten und aufzeigen, wo welcher Bereiche Stärken, aber auch Limitationen hat. Die ganzheitliche Betrachtung der vorhandenen Evidenz und deren individuelle Anwendung sind notwendig, um beste Entscheidungen für den Patienten zu treffen.
DGZ Teil 2 (Agenda)
Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. (DGZ)
09:00-09:30
Prof. Dr. Nadine Schlüter
Interdentalraumhygiene - nicht mehr up to date?
09:30-10:00
Dr. Anne Kruse
Möglichkeiten und Grenzen der Luft-Pulver-Wasserstrahlbehandlung in der zahnärztlichen Praxis.
10:00-10:30
Prof. Dr. Rainer Haak MME
Selbstadhäsive Komposite - reif für die Praxis?
Quintessenz Verlags-GmbH  ·  Ifenpfad 2-4  ·  12107 Berlin  ·  Tel.: 030/76180-5  ·  E-Mail: info@quintessenz.de