Sentinel-5P was taken into orbit on a Rockot launcher from the Plesetsk Cosmodrome in northern Russia on 13 October 2017
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Keynote

Space Missions - Kooperation, Erfolg und Misserfolg

Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner

Samstag, 10.11.2018 von 09:00 bis 09:40 Uhr
Saal Harmonie

Die Raumfahrt lebt heute in besonderem Maße von der Kooperation. Keine der ESA-Wissenschaftsmissionen wird ohne internationale Beteiligung durchgeführt, die Ergebnisse werden weltweit zur Verfügung gestellt. Einen besonderen Punkt stellte die astronautische Raumfahrt dar. Hier ist die Kooperation unmittelbar lebenswichtig. Die Anforderungen an die Astronauten lauten demnach auch neben der fachlichen und gesundheitlichen Eignung insbesondere "Teamfähigkeit". Damit ist gemeint: Bereitschaft, in einem Team zusammen nach Lösungen zu suchen, Bereitschaft, den klaren Anweisungen des Teamleiters zu folgen und auch die Bereitschaft, Teamleitung zu übernehmen, Die gleichzeitige Erfüllung dieser drei Teamfähigkeiten ist eine Voraussetzungen, die im Auswahlverfahren festgestellt werden muss. Erfolg und Misserfolg liegen bei der Raumfahrt immer dicht beeinander, da man sich häufig auf völlig neue Gebiete vorwagt. Ein rationaler Ansatz zur Risikoabwägung und zur Risikobewältigung ist daher von besonderem Wert.


Main Control Room at ESA's Space Operations Centre
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Rosetta Wake-up signal cheer
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Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner
ESA (European Space Agency) - Director General

Lebenslauf:
Johann-Dietrich ("Jan") Wörner trat am 1. Juli 2015 sein Amt als ESA-Generaldirektor an.
Er war zuvor von März 2007 bis Juni 2015 Vorsitzender des Vorstands des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Wörner wurde 1954 in Kassel geboren. Nach seinem Studium des Bauingenieurwesens an der Technischen Universität Berlin und der Technischen Hochschule Darmstadt, wo er im Jahr 1985 promovierte, arbeitete Wörner bis 1990 im Ingenieurbüro König und Heunisch. 1982 ging er im Rahmen seines Studiums für einen Forschungsaufenthalt zum Thema Erdbebensicherheit von Kernkraftwerken für ein Jahr nach Japan.
1990 kehrte Wörner zur Technischen Hochschule Darmstadt zurück, wo er zum Professor für Bauingenieurwesen ernannt wurde und die Leitung der Prüf- und Versuchsanstalt übernahm. Bevor er 1995 zum Präsidenten der TU Darmstadt gewählt wurde, war er Dekan des neuen Fachbereichs Bauingenieurwesen. Er leitete die Geschicke der Universität von 1995 bis 2007 und führte sie als eine der ersten in Deutschland in die Autonomie.
Wörner wurde mit einer Reihe von Preisen und Auszeichnungen, wie z. B. dem Preis der Vereinigung von Freunden der Technischen Hochschule Darmstadt für "Hervorragende wissenschaftliche Leistungen", geehrt. Außerdem wurde er in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften berufen und ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und des Konvents für Technikwissenschaften acatech.
Des Weiteren erhielt Wörner die Ehrendoktorwürde der New York State University in Buffalo (USA), der Technischen Universitäten von Bukarest (Rumänien) und Ulan Bator (Mongolei), der Universität St. Petersburg für Wirtschaft und Finanzen (Russland) und der École Centrale de Lyon (Frankreich). Er ist Träger des Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser Auszeichnung wurden seine Verdienste um den Wissenschafts-, Technologie- und Wirtschaftsstandort Deutschland sowie sein kontinuierlicher Einsatz für den wissenschaftlichen Nachwuchs in den "MINT-Fächern" Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gewürdigt. Er ist außerdem Ritter der französischen Ehrenlegion.
Wörner war Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft und außerdem Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Aufsichtsratsgremien, Beiräten und Kuratorien. Er war Mitglied des Hochschulrates der École Centrale de Paris und der École Centrale de Lyon, der TU Berlin, des Instituto Superior Técnico der Universität Lissabon, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt sowie mehrerer anderer Aufsichtsgremien, wie etwa von Schenck, Röhm, Bilfinger & Berger sowie beim TÜV, um nur einige zu nennen.
Ferner war er von der Bundesregierung in die "Projektgruppe Energiepolitisches Programm" (PEPP) berufen worden.
Vor seiner Ernennung zum ESA-Generaldirektor war Wörner von 2007 bis 2015 Leiter der deutschen Delegation in der ESA und von 2012 bis 2014 Vorsitzender des ESA-Rats.

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